Zum Arizona-Trail

Veröffentlicht am 6. März 2026 um 06:42

10. - 16. März           Tucson 

Von Phoenix aus ging es mit dem FlixBus nach Tucson. Die Fahrt war sehr entspannt, da der Bus neu und komfortabel war. 

Nach meiner Ankunft in Tucson bin ich gleich mit dem ÖV-Bus zum Outfitter gefahren. Im Bus waren fast ausschließlich Obdachlose mit ihrem Gepäck für die Nacht. Wenn ich auf dem Trail bin, werde ich manchmal mehrere Tage lang nicht duschen und dann eventuell etwas stinken, aber ich glaube nicht, dass ich die Leute im Bus überbieten kann! In Phoenix habe ich schon viele Obdachlose gesehen, aber hier sah ich noch einiges mehr!

Leider hat der Shuttleservice, mit dem ich zum Trail-Anfang an der mexikanischen Grenze gefahren wäre, den Betrieb wegen eines Unfalls eingestellt. So bin ich auf die Suche nach einem anderen Shuttleservice gegangen, was sich jedoch als schwierig herausstellte: Entweder bekam ich gar keine Antwort oder der Preis pro Person war zu hoch. Schliesslich fand ich noch einen, der aber erst ab Montag Transporte für die Hiker zum Montezuma Pass macht. Die Fahrt in die Berge dauert vier Stunden. Also bleibe ich noch im Hotel in Tucson und habe Zeit, zu planen, was ich nach Beendigung des Trails noch machen werde. Denn es gibt noch vieles zu entdecken. 

Mein Hotel in Tucson liegt direkt neben dem Flughafen. 

9. März           Phoenix 

Am Morgen unternahm ich einen Stadtbummel durch Phoenix. Auch hier sind die vielen obdachlosen Menschen nicht zu übersehen! Viele alte Junkies sind mit dem Rollator unterwegs, was mitunter ein nachdenklich stimmendes Bild abgibt. 

Zum Frühstück hatte ich in einem Restaurant einen French Toast, der zwar gut aussah und schmeckte. Als ich jedoch wieder in meinem Hotelzimmer war, wurde mir sehr übel und ich musste ihn wieder hergeben!

Ich habe für die nächsten Tage noch Essen eingekauft. Wenn alles gut geht, werde ich am Mittwoch zum Trail aufbrechen. 

 

8. März           Phoenix 

Heute Morgen hatte ich ein Zeitproblem! Ich wollte um 6 Uhr aufstehen und mich für die Weiterreise fertigmachen. Es war jedoch schon 7 Uhr. Da auch in Kalifornien im Frühjahr die Zeit um eine Stunde vorgestellt wird, ist das an mir vorbeigegangen! Also musste ich meine Uhr auch eine Stunde vorstellen, das Handy war automatisch eine Stunde voraus. 

Damit ich rechtzeitig zur Union Station kam, fuhr ich mit Uber, so brauchte ich nur 30 Minuten statt 1:15 Stunden mit dem Bus. 

Die Busfahrt von Los Angeles nach Phoenix dauerte sieben Stunden. Es war eine einigermassen entspannte Fahrt, abgesehen davon, dass die Federung des Busses etwas lädiert war, da es sich um einen Ersatzbus handelte.

Es war schon beeindruckend, durch die Wüste zu fahren und dabei zu wissen, dass ich demnächst auch in dieser Landschaft unterwegs sein werde!

Strom wird mit Wind und Sonne erzeugt. 

 

7. März           Los Angeles,  Culver City

Ich bin mit dem Bus nach Hollywood gefahren und bin am Hollywood Forever Cemetery ausgestiegen und habe gleich noch einen Spaziergang über den Friedhof gemacht, bevor ich zum Walk of Fame weiterging.

So bin ich den Hollywood Boulevard hin und her gelaufen und habe zwischendurch etwas gegessen.

Für alle, die einmal mit einem Ferrari durch Hollywood fahren möchten!

Walk of Fame

In Los Angeles gehören selbstfahrende Autos und Transportroboter zum täglichen Bild. 

Irgendwann habe ich mich schliesslich für eine Tour durch Hollywood und Beverly Hills entschieden. Ich fand die Tour eher langweilig, da es mich nicht interessierte, wer wo wohnt und wie viel Geld sie ausgegeben haben. Kurz gesagt, das hätte ich mir sparen können.

So kehrte ich dann nach dem vielen Laufen etwas müde mit dem Bus zurück. 

5. März           Los Angeles,  Culver City

Nach einer längeren Pause geht es wieder auf Reisen. Der Grund war, dass ich mich einer Karpaltunnel-Operation an der linken Hand unterziehen musste. 

So ging ich heute Morgen mit dem Zug zum Flughafen, von wo aus ich weiter nach Los Angeles flog.

Um 13:10 startet der Flug nach Los Angeles wo ich um 16:35 ankomme. 

Schon im Zug wurde ich von der netten Frau gegenüber gefragt, wohin es denn gehen würde, denn es war nicht zu übersehen, dass ich mit Rucksack unterwegs war! So hatte ich mit Nicola, die ebenfalls begeisterte Wanderin ist und schon auf dem Camino war, ein interessantes Gespräch, bis ich am Flughafen ankam.

Am Flughafen einchecken und dann warten, bis man in den Flieger steigen kann, der mich und viele andere nach L. A. bringt. Kaum hatte ich meinen Platz eingenommen, fragten mich meine Nachbarn, was ich in den USA machen werde, und wir kamen ins Gespräch. Sie erzählten mir, dass sie mit noch weiteren fünf Männern nach Las Vegas weiterreisen werden. In Las Vegas werden sie mit einem Kollegen den Junggesellenabschied feiern und nach einer Woche wieder zurückkehren. 

In L.A. angekommen, dauert es über eine Stunde bis zur Passkontrolle, da sehr viele Leute angekommen sind. Nach dem langen Zickzackkurs ging es mit meinem B2-Visum an der Passkontrolle jedoch sehr schnell. 

Ich musste meine Uhr um neun Stunden zurückstellen. So gibt es nach einem langen Tag auch noch eine lange Nacht!

 

6. März           Los Angeles,  Culver City

Ich bin mit dem Bus und der Metro nach Santa Monica gefahren. 

🌴🏖️ Santa Monica ist eine lebendige Küstenstadt direkt westlich von Los Angeles – bekannt für ihren ikonischen Pier, breite Strände, Kunstszene und entspannten kalifornischen Lifestyle.

Hier endet die legendäre Tour von Chicago nach Santa Monica!

Am späten Nachmittag traf ich mich mit Louisa, Nate und ihrer kleinen Tochter in der Santa Monica Brewing. Die beiden hatte ich vor zwei Jahren auf dem Trail in Neuseeland kennengelernt. Wir hatten zusammen viele unvergessliche Tage erlebt. 

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Kommentare

Heiri Mahler
Vor einem Monat

Hoi Heinz, es geht also los! Bin gespannt; das Excel-Sheet ist bereit.
Ich vermute, das ist Grönland-Eis?
Mach's gut!
Heiri

Heinz
Vor einem Monat

Hallo Heiri
Es dauert noch ein paar Tage bis ich auf dem Arizona-Trail starte.
Du hast richtig gesehen, dass es Grönlandeis ist. Ich war erstaunt, dass die Flugstrecke über Grönland und Kanada ging, was ja etwas weiter und nicht direkt ist!
Herzliche Grüsse Heinz