25. März Tucson
Da ich mich entschieden habe, den Trail in diesem extremen Klima nicht weiterzulaufen, habe ich mir heute für einige Tage ein Auto gemietet. So kann ich den Süden Arizonas erkunden. Für den Norden von Arizona und Utah habe ich nach dem Trail eine längere Reise geplant, die ich dann noch ausweiten kann.
Historic Courthouse Tucson
24. März Tucson
Unter diesem Baum hatte ich von Mitternacht bis Sonnenaufgang geschlafen. Es war eine etwas unruhige Nacht, denn die Kühe in der Nähe waren ebenfalls unruhig – vielleicht waren sie durch mich irritiert! Auch die Kojoten gaben ihr Bestes, was in der Ferne noch zu hören war.
Schlafen unter freiem Himmel ist schön, aber auf die Dauer für mich sehr unbequem. In der Wüste kann ich die bequeme Luftmatratze aufgrund der vielen stacheligen Pflanzen nicht benutzen und habe nur eine dünne Matte als Schlafunterlage! Das mag für jüngere Wanderer gehen, aber für meine alten Knochen ist es zu belastend!
So habe ich hin und her überlegt, wie es weitergehen soll, bei dieser grossen Hitze, die jetzt in Arizona herrscht und erst etwa Mitte Mai hier üblich ist. Zunächst werde ich aber bis zur Strassenkreuzung weitergehen und von dort nach Tucson fahren, um Essensvorräte einzukaufen und schauen wie es weitergehen wird!
Der Bulle frisst die stacheligen Kakteen!
Nachdem ich in Tucson angekommen war, habe ich beschlossen, in nächster Zeit nicht mehr auf den Trail zurückzukehren! Die grosse Hitze tagsüber und die Kälte in der Nacht belasten mich zu sehr. Auch die Tatsache, immer einen 20 Kilo schweren Rucksack mit Essen und viel Wasser schleppen zu müssen, bereitet mir Sorgen. Das Laufen an sich bereitet mir keine Schwierigkeiten, da die Wege gut sind. Es sind die klimatischen Bedingungen, die mich veranlassen, Arizona von einer anderen Seite kennenzulernen.
23. März Auf dem Trail
Km: 0 31°54'19.4"N 110°4121.2"W
Es scheint wieder ein sonniger und warmer Tag zu werden. Bis zur nächsten Wasserstelle werde ich noch etwa zwei Stunden wandern und dann das Frühstück zubereiten!
Begegnung mit der ersten Schlange 🐍
22. März Auf dem Trail
Km: 0 31°45'58.6"N 110°4645.5"W
Ich hatte in der Nacht einigermassen gut geschlafen! Gegen 4 Uhr morgens musste ich mir allerdings noch meinen warmen Inliner überziehen. Der grosse Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht bereitet mir schon etwas Mühe.
Für das Nachtlager wird das Zelt nicht aufgebaut, denn meistens gibt es auch nicht genügend Platz dafür und im Dunkeln wäre es auch etwas mühsam. Deshalb wird unter freiem Sternenhimmel im sogenannten Cowboy-Camp genächtigt.
Heute war der Himmel leicht bewölkt und die Temperatur eher zurückhaltend, jedenfalls war der Eindruck so!
Am kühlen Abend ist es einfach herrlich, ohne zu schwitzen durch die einsame Wüste Arizonas zu laufen.
21. März Auf dem Trail
Km: 0
Heute geht es erst um 4 Uhr mit dem Shuttlebus zurück zum Trali beim Bic Casa Blanca Canyon. Bei der Hitze, die um diese Jahreszeit herrscht, sind es ca. 10 °C zu warm, weshalb wir nachts, wenn es kühl ist, wandern werden. Nächste Woche sollen die Temperaturen wieder etwas zurückgehen.
Schon bald musste ich die Stirnlampe aufsetzen. Hier wird es sehr schnell dunkel. Bis ca. 23 Uhr wanderte ich, dann suchte ich mir einen geeigneten Platz für mein Nachtlager. Wichtig ist auch, dass es in der Nähe Wasser für das Morgenessen gibt und zum mitnehmen.
20. März Patagonia
Km: 0 31°32'26.9"N 110°44'33.6"W
Heute Abend bin ich noch zu einem Bier mit Livemusik eingekehrt. Ich habe mich mit einem netten Paar unterhalten und einen interessanten Abend verbracht.
Zum Baden sind wir noch an einen See gefahren. Dort traf ich auf drei Personen aus Winterthur. Sie verbringen jedes Jahr zwei Monate in Arizona, da das Klima dort gut gegen Rheuma ist.
Der mexikanische Food schmeckt besonders gut. 👍
Heute verbringe ich einen Tag auf dem Campingplatz Terrasol. Aufgrund der starken Sonne musste das Zelt am Morgen abgebaut und erst am Abend wieder aufgebaut werden!
19. März Patagonia
Km: 0 31°32'26.9"N 110°44'33.6"W
Der heutige Tag war extrem heiss! An der Verzweigung, wo es nach Patagonien ging, traf ich zwei Männer, die für einen Trailrunning-Lauf den Weg nach Patagonia markierten. Sie boten mir an, mich zum Parkplatz mitzunehmen. Was ich aber nicht wusste, war, wie weit der Parkplatz wohl entfernt ist! So bin ich dann zwei Stunden lang den Weg mit vielen Auf und Abs hinterhergegangen. Mit dem schweren Rucksack in der Hitze war es so anstrengend, dass ich eine kurze Pause im Schatten machte und dachte, die können ja ohne mich fahren! Als ich mich wieder auf den Weg machte, kam einer der Männer mit zwei Wasserflaschen entgegen. Ich hätte nicht gedacht, dass sie auf mich warten würden. Er nahm mir sogar den Rucksack ab. Ich hatte enormen Durst. Ich war unendlich dankbar für diese Geste und ihre Nachsicht.
Stuart ist mit einem Sonnenschirm unterwegs.
Das sind nicht unbedingt die einladendsten Bilder: verendete Tiere und Bärenspuren!
In der letzten Nacht habe ich Cowboy-Camping gemacht, sodass ich kein Zelt auf- und abbauen musste. Da es tagsüber sehr warm ist und die Nächte wieder kalt sind, gibt es keinen feuchten Tau und alles bleibt trocken!
18. März Huachuca-Berge
Km: 0 31°30'47.0"N 110°33'29.0"W
Heute Abend musste ich keinen Durst leiden! Auf einem Parkplatz gab es einen Schrank, der mit einigen Gallonen Wasser gefüllt war. Ich nahm für das Abendessen und für den kommenden Tag gleich zwei Galonen!
Da die Wasserstellen auch von Kühen benutzt werden, muss das Wasser mithilfe eines Strumpfes vorgefiltert werden!
Ich hatte mir vorgenommen, am Morgen etwas früher zum Trail zu starten. So bin ich dann doch schon um 7 Uhr auf dem Trail. Ich lege jeweils nach einer Stunde einen kurzen Halt im Schatten eines Baumes oder Strauches ein.
Nachdem ich bei FarOut gesehen hatte, dass es in absehbarer Entfernung die Möglichkeit gibt, dort zu baden, wollte ich das unbedingt ausprobieren. Es war natürlich ein erfrischendes Gefühl.
Also habe ich mein Lager für die Nacht gleich nebenan aufgeschlagen.
17. März Huachuca-Berge
Km: 0 31°25'38.3"N 110°25'14.2"W
Nach einer sehr kalten Nacht auf über 2.500 Metern Höhe habe ich nicht allzu viel geschlafen. Nach einem Müsli-Frühstück gingen Tim und ich weiter. Die Sonne hatte schon um 9 Uhr hohe Temperaturen erreicht.
16. März Huachuca-Berge
Sart am Montezuma Pass: N.. Km: 0
GPS-Koordinaten: Border Monument 102 Southern Terminu 3120'05.6"N 11016'55.5"W Trailstart
Im Zelt diese Nacht: 31°24'39.3"N 110°19'27.0"W
Der Weg ist das Ziel.
Die Arizona National Scenic Trail (AZT) ist ein ca. 800 Meilen (1.300 km) langer Fernwanderweg, der den gesamten Bundesstaat Arizona von der Grenze zu Mexiko bis nach Utah durchquert. Der Weg ist in 43 Passagen unterteilt und für Wanderer, Mountainbiker und Reiter konzipiert.
Mit dem Shuttlebus ging es von Tucson zum Montezuma Pass, wo der Trail beginnt, wir waren 6 Hiker. Ich hoffe, dass ich den Trail durchwandern kann! Aber die grosse Hitze! Mal schauen!
Der Trail beginnt an der Grenze zu Mexiko. Am Grenzzaun wird eifrig weitergebaut!
Auf diesem Weg ist Wasser sehr wichtig, sodass der Vorrat immer wieder aufgefüllt werden sollte, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. An den meisten Wasserspeichern können sich Menschen und Tiere mit Wasser versorgen.
Ich hatte Keian Litchfield auf dem Appalachen-Trail kennengelernt. Wir hatten beide die Idee, den Arizona-Trail zu wandern. Leider ist er heute noch nicht dabei, denn er wird erst in einer Woche zum Trail stossen. Aber ich bin sicher, dass Keian mich in einigen Tagen einholen wird!
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