Nordlandfahrt: Der Weg ist das Ziel
Begleiten Sie mich auf eine unvergessliche Reise durch faszinierende Landschaften, von Deutschland über Dänemark und Schweden bis zum majestätischen Nordkap in Norwegen. Diese Fahrt ist mehr als nur eine Strecke – sie ist eine Lebenseinstellung, bei der jeder Kilometer zählt und der Weg selbst zur grössten Belohnung wird.
Durch Norwegen
30. Juli 2026 NordKapp
Nachdem ich in Honningsvaeg angekommen war, bin ich vom Schiff runter und habe mein Fahrrad wieder in Empfang genommen. Ich bin gleich Richtung Nordkap gefahren. Bis zum Nordkap sind es noch 35 Kilometer und einige Höhenmeter. Es herscht reger Verkehr zum Nordkap viele Cars und Wohnmobile. Viele Fahrradfahrer sind natürlich auch unterwegs zum Nordkap oder kommen von dort zurück.
Am Nordkap sind sehr viele Touristen. Wenn du ins Nordkappzentrum willst, musst du Eintritt zahlen. Ausserdem habe ich von vielen schon gehört, dass es sich nicht lohnt, dorthin zu gehen. Für mich persönlich war schon der ganze Trubel am Nordkap zu viel. Ich habe einfach ein paar Fotos gemacht und war dann schon wieder weg. Ich habe gleich gesehen, dass die anderen Radfahrer das auch so machen. Es ist einfach ein anderes Gefühl, wenn man aus eigener Kraft an solchen Orten ankommt.
Ich habe mich noch eine ganze Weile mit einem Fahrradfahrer unterhalten, als ich auf dem Rückweg war. Beim Weiterfahren habe ich nicht mehr auf dem GPS nachgeschaut, wie weit es noch ist zum gebuchten Camp. Als ich nachschaute, war ich schon 11 Kilometer zu weit gefahren! Ich habe also wieder elf Kilometer zurückgelegt. Ich hab' 22 Kilometer zusätzlich gemacht. Das kann schon mal passieren, aber ich hoffe, dass es in nächster Zeit nicht mehr passiert.
30. Juli 2026 Tag 4 auf dem Postschiff Pollux zum North Cape
Um 1:50 Uhr wachte ich auf, weil es rumpelte und schüttelte. Da sah ich, dass wir in Oksfjord angelegt hatten. Ich zog mich schnell an und ging aufs Panorama-Deck. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie es weitergeht.
Um 5:05 Uhr Ankunft in Hammerfest.
Es sieht so aus, als ob es einen sonnigen Tag gibt.
Seit wir Hammerfest verlassen haben, schaukelt das Schiff stark vom Bug zum Heck. Das löst ein etwas ungutes Gefühl aus, das ich bisher noch nie auf der ganzen Fahrt hatte. Ich hoffe, dass sich das Unwohlsein nicht zu stark entwickelt.
Um 8:30 Uhr gibt es einen Halt in Havöysund.
Die Reise von Trondheim nach Honningsvåg haben ich mit dem Postschiff "Pollux" gemacht. Auf der Pollux gibt es 179 Kabinen für 640 Personen. Das Schiff ist 124 Meter lang und 22 Meter breit. Das Schiff ist seit 2023 im Einsatz. Es wird mit Erdgas (LNG) und Elektrobatterien betrieben und ist damit eines der umweltfreundlichsten Schiffe weltweit.
10:55 Ankunft in Honningsvåg, Ende meiner Schiffsreise
29. Juli 2026 Tag 3 auf dem Postschiff Pollux Richtung North Cape
Das Schiff hält um 1:30 Uhr in Stokmarknes. Gegen diese Zeit wird es schon wieder heller. Ich werde jetzt bis morgen früh schlafen.
Kurz nach Mitternacht sind wir aus dem Trollfjord raus. Es war unglaublich schön durch diesen Fjord zu fahren.
Da Patricia aus Berlin Geburtstag hat, haben wir noch bis 1:30 Uhr gefeiert.
Ich habe die nächsten Stops verschlafen: Um 2:55 Uhr in Sortland, um 4:35 Uhr in Risoyhamm und um 7:10 Uhr in Harstad.
Ich war um 11:00 Uhr beim Einlaufen in den Hafen von Finnsnes auf dem Panorama Deck.
Ich hoffe, dass es morgen in Honningsvåg nicht regnet, wenn ich dort ankomme. Das Wetter soll ja überwiegend bewölkt und regnerisch sein. Ich habe nämlich vor, mit dem Fahrrad zum Nordkap zu fahren.
Nachher muss ich wieder planen, wie es weitergeht! Da es in den Nächten etwas kälter sein wird, werde ich vermutlich nicht im Zelt übernachten.
Nächster Halt ist Tromsø um 14:15 Uhr. In Tromsø ist der Halt ziemlich lang und wir haben Zeit bis 18:15 Uhr zum Landgang.
In Tromsø gibt es eine Menge Souvenirshops, die alles Mögliche mit Trollen, Rentieren und nordischen Motiven verkaufen. Für mich gibt es keine versuchung irgendwelche Souvenirs zu kaufen, weil ich dafür auf meinem Fahrradgepäck keinen Platz habe.
Eine weitere Anlegestelle ist heute noch um 22:10 in Skjervøy.
28. Juli 2026 Tag 2 auf dem Postschiff Pollux Richtung North Cape
Ich hatte in meiner Kabine gut geschlafen. Ich habe die beiden Stops in Bronnoysund (1:35 Uhr) und Sandnessjø (4:35 Uhr) verschlafen. Um 6:00 Uhr bei der Einfahrt von Nesna war ich auf dem Panorama Deck.
Um 7.40 Uhr waren wir am Polarkreis.
Der nördliche Polarkreis in Norwegen verläuft bei ca. 66° 33′ nördlicher Breite durch die Provinz Nordland. Dort kreuzt er das Saltfjellet-Gebirge und markiert physische Besonderheiten wie die Mitternachtssonne.
Mitternachtssonne: Im Sommer geht die Sonne nördlich dieser Linie tageweise einfach nicht unter.
Polarnacht: Im Winter hingegen bleibt die Sonne für Wochen komplett unterm Horizont.
Es ist einfach schön durch diese mystische Landschaft zu schiffen.
Um 10 Uhr an der Anlegestelle in Ornes.
Das Schiff legte um 13:05 bis 15:20 Uhr in Bodo an. Einige Passagiere haben sich für einen organisierten Ausflug entschieden, während ich einen Stadtbummel unternommen habe. Wie schon am Vorabend gesagt wurde, Bodo sei keine schöne Stadt! Da stimme ich zu, es ist wirklich keine schöne Stadt! Der Grund ist, dass sie im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört wurde und dann einfach zweckmässig wieder aufgebaut wurde.
Klar, ich hatte mich für den Landgang zu warm angezogen. Das Wetter war sonnig und warm. Ich habe immer das Gefühl, dass es im Norden kälter ist, aber das ist nicht immer der Fall.
Um 19:15 Uhr in Stamsund angekommen. Dies ist der erste Halt auf den Lofoten.
Heute letzter Halt um 21:20 Uhr in Svolvær, mit einer Stunde Zeit, um sich dort umzusehen.
Kurz vor Mitternacht kommen wir an der Trollfiord-Durchfahrt vorbei. Das ist ein weiteres Highlight auf der Hurtigroute.
27. Juli 2026 Tag 1 auf dem Postschiff Pollux Richtung North Cape
Heute geht's mit dem Postschiff Pollux weiter nach Norden.
Um 12.45 Uhr ging es in Trondheim los und um 21.40 Uhr kommt es in Rørvik an.
Mein Schiff- Nicht mein Schiff!
Aufgrund der rauen See fühlt es sich an wie ein Erdbeben.
Um 21.40 Uhr legte das Schiff in Rørvik an.
26. Juli 2026 Trondheim, Hotel Zeroday
In Trondheim habe ich schon ein paar Radfahrer getroffen, die auch auf einer Tour in den Norden oder wieder zurück in den Süden unterwegs sind. Ausserdem sind viele Rucksacktouristen unterwegs.
Ich war heute erst mal am Fährhafen, um zu checken, wo und wohin die Schiffe auslaufen. Weil heute Sonntag ist, sind alle Geschäfte geschlossen. Danach bin ich noch ein bisschen durch die Stadt spaziert. Es hat zwischendurch immer wieder etwas geregnet.
Weil die Tage hier so lang sind, gedeiht die Blumenpracht besonders.
Olav Tryggvason war von 963 bis 1000 König von Norwegen.
Durch Schweden
25. Juli 2026 Trondheim, Norwegen
Heute habe ich spontan entschieden, mit dem Zug Richtung Norwegen zu fahren. Ich bin zum Bahnhof von Sundsvall gefahren, um zu gucken, wann ein Zug Richtung Norwegen fährt. Weil in Schweden die Bahn von verschiedenen Anbietern betrieben wird, kann man das Fahrrad nicht überall mitnehmen. Zum Glück konnte ich um 10.08 Uhr das Fahrrad mitnehmen.
Die Zugfahrt von Sundsvall nach Duved dauert ungefähr vier Stunden.
In den ersten zwei Stunden der Zugfahrt hatte ich eine nette Gesprächspartnerin. Sie ist Norwegerin, lebt aber in Schweden. Sie hat mir viel erzählt über Norwegen und mir ein paar Tipps gegeben.
Weil der Zug in Duved nicht weiterfährt, hatten ich eine lange Pause und Zeit zum Essen einkaufen.
Beim Bahnhof hatte ich noch die Gelegenheit, den beiden Glaskünstlerinnen bei ihrer Arbeit zuzusehen.
Heute geht's nach Trondheim in Norwegen weiter.
Mit dem Zug geht's weiter bis Storlien, dann umsteigen und weiter bis Trondheim. Die Fahrt dauert 3 Stunden.
Im Zug nach Trondheim hatte ich wieder interessante Gespräche mit drei Frauen aus der Schweiz. Die junge Frau hat in Trondheim ihr Doktorexamen und wird von ihrer Mutter und ihrer Tante begleitet. Die Zugfahrt war kurzweilig und die schöne Landschaft zog vorbei.
24. Juli 2026 Sundsvall, Hotel
In der letzten Nacht wurde ich zweimal aus dem Schlaf gerissen. Die Schweden haben ja so ihre besonderen Hobbys. Es gibt Leute, die haben in ihrem Auto eine riesige Soundanlage mit fetten Boxen installiert. Sie fahren die Strassen rauf und runter. In der Nacht haben solche Leute neben dem Campingplatz ihre Hip-Hop-Musik so laut aufgedreht, dass man beinahe im Bett stand.
Die Strecke heute war etwas anstrengend, weil es ständig auf und ab ging. Man musste also ständig die Gänge wechseln, rauf, runter, rauf, runter.
Ich hoffe, dass ich es rechtzeitig nach Sundsvall schaffe, denn für den Nachmittag ist wieder Regen angesagt. Nach 106 Kilometern Fahrt kam ich um 15 Uhr an. Als ich beim Hotel ankam, fing es auch schon an zu regnen.
23. Juli 2026 Iggesund, Cabin
Ich habe noch nie so eine lange Tagestour mit Gepäck gemacht. Die Distanz betrug 154 Kilometer. Bis 12 Uhr war es kalt und windig, sodass ich das Gefühl hatte, es geht immer bergauf. Gegen Mittag konnte ich mich dann von der langen Hose und der Jacke trennen.
Nach der anstrengenden Fahrt habe ich mir ein leckeres Steak mit Beilagen gegönnt.
22. Juli 2026 Kungsgarden, Cabin
Ich bin jetzt schon einen Monat auf der Nordlandfahrt unterwegs! Weil es heute ununterbrochen bis nach 15 Uhr geregnet hatte, bleibe ich nochmals einen weiteren Tag in der Hütte auf dem Campingplatz.
Als es endlich aufgehört hat zu regnen, bin ich noch ins Dorf gelaufen. Da habe ich erst mal eingekauft und dann noch ein Café besucht.
21. Juli 2026 Kungsgarden, Cabin
Die Nächte werden kälter! Ich musste mich letzte Nacht im Zelt etwas wärmer anziehen. Um 5 Uhr schien die Sonne schon auf mein Zelt und es wurde schnell wärmer. Wegen den kalten Nächten mache ich mir etwas Sorgen, wie lange ich es durchhalten werde! Wenn möglich werde ich dann in einer Unterkunft nächtigen.
Der Radweg verläuft teilweise parallel zur Strasse. In beide Richtungen fahren sehr viele Wohnmobile. Weil ja in Schweden auch Ferienzeit ist, habe ich das Gefühl, dass alle unterwegs sind.
Heute in der Mittagspause kam ein Radfahrer mit einem platten Reifen zu mir und fragte, ob ich einen Ersatzschlauch hätte. Ich habe ihm meinen Ersatzschlauch gegeben und er hat ihn gleich eingebaut. Als er mich fragte, was ich dafür haben möchte, sagte ich, du kannst ihn haben. Ich hoffe, dass, wenn ich selbst mal in so eine Situation komme, auch jemand da ist, der mir hilft. So war Christian glücklich und fuhr weiter Richtung Süden.
Weil wieder Regen angesagt ist, habe ich auf dem Campingplatz eine Cabine genommen. Wenn es morgen weiter regnet, bleibe ich einen weiteren Tag. Ich finde es schon etwas seltsam, dass ich für die Cabine genauso viel bezahle wie für die Wohnung, die ich am Wochenende hatte.
20. Juli 2026 Norberg, Camping
Nach einer kleinen Pause ging es heute wieder Richtung Norden. Die Temperatur war gerade perfekt zum Radfahren. Der starke Gegenwind, der mir während der gesamten Tour entgegenblies, war schon etwas anstrengend.
Die Strecke heute hatte einige Anstiege und Gefälle. Manchmal macht es mir Spass, wenn es bergauf geht. Dann laufe ich gerne, weil ich dann genauso schnell bin wie im kleinen Gang.
Mein Mittagessen
19. Juli 2026 Lindesberg, Apartement
Weil es heute Morgen noch so heftig geregnet hatte, habe ich beschlossen, noch einen Tag in dem gemütlichen Apartment zu bleiben. Am Montag scheint wieder die Sonne dann geht die Reise wieder weiter.
18. Juli 2026 Lindesberg, Apartement
Als ich gestern in Lindesberg ankam, habe ich mich erst mal auf den Weg zum Einkaufen gemacht. Als ich wieder draussen war, ging ein Gewitter mit starkem Regen los. Ich habe gecheckt, wo ich eine Bleibe finde. 10 Kilometer mehr zum Campingplatz, das war echt nicht drin. Ich habe für die Nacht ein Apartment gebucht.
Als ich im Apartment ankam und es gesehen habe, habe ich direkt noch einen weiteren Tag gebucht.
Heute hat es immer wieder mal geregnet, und ich bin froh, dass ich mal einen Tag ohne Radfahren habe.
Die ganze obere Wohnung steht mir zur Verfügung.
17. Juli 2026 Lindesberg, Apartement
Ich hatte mich schon gefreut, dass ich heute Morgen das Frühstück in der Campingküche zubereiten kann. Leider ist die Küche aber erst um 8 Uhr geöffnet. Also habe ich meine Utensilien rausgeholt, denn ich möchte etwa um 7 Uhr weiterradeln.
Ich habe unterwegs ein paar Stopps eingelegt und dabei ein paar Leute getroffen. Ich muss sagen, dass es in Schweden auch nette Leute gibt, obwohl ich auch Norweger getroffen habe, die sehr gesprächig waren. An einem Shop bin ich mit einer Schwedin und ihrer Enkelin ins Gespräch gekommen. Dazwischen haben sie sich im Shop ein Eis geholt. Die Frau meinte, das Mädchen wollte, dass auch ich ein Eis bekomme. So bin ich zu einer kühlen Leckerei gekommen.
An den Strassenrändern wachsen oft viele Lupinien. Leider sind die meisten schon verblüt bis auf einzelne!
16. Juli 2026 Tived, Camping
Heute habe ich eine etwas kürzere Strecke geplant. Die Strecke am Ende zeigte den Campingplatz, der auf der Karte eingezeichnet war, über den See. Ich dachte mir, dass ich einfach der Strasse folgen muss. Als ich wieder nachschaute, war ich schon zu weit vom Campingplatz entfernt. Ich bin dann einfach weitergefahren und dachte mir, dass ich irgendwann wieder eine Möglichkeit zum Campen finden würde.
Die Schwedenhäuser sind echt beeindruckend und die Landschaft wunderschön.
Ich war nachmittags noch in einem Shop, um das Abend- und Morgenessen einzukaufen, und traf dort auf ein paar Bike-Backer, die aber nach Süden unterwegs waren.
Bei der Hitze heute war ich froh, dass ich an einer Friedhofsmauer eine Wasserstelle mit kühlem Wasser gefunden habe, unter der ich meinen Kopf kurz abkühlen konnte. Eine Abkühlung war wirklich angenehm.
15. Juli 2026 Skövde, Camping
Heute Morgen beim Zeltabbau habe ich schon ordentlich geschwitzt. Ich konnte die ersten 20 Kilometer im Schatten fahren, bevor es bei brütender Hitze von über 30 °C weiterging.
Ich frag mich manchmal echt, was mit den Schweden los ist. Die kennen anscheinend keine Freundlichkeit. Die gucken einen immer so mit so einem eisigen Blick ohne Mimik an. Manchmal gibt es auch Leute, die nicht nur glotzen, sondern auch noch lächeln.
Ich hoffe, dass sich das nicht auf das ganze Land auswirkt.
14. Juli 2026 Vegbi , Camping
Ich bin heute etwas früher losgefahren, um die kühlen Temperaturen zu nutzen. Der Radweg war anfangs echt angenehm, aber als ich über die Berge kam, wurde es steinig und ich musste viel bergauf und bergab fahren.
Die letzten 30 Kilometer ging es auf einem schönen Weg entlang. Manchmal ging es am Schatten der Bäume entlang, was heute bei der Wärme echt angenehm war.
Der Campingplatz hier ist echt schön gelegen, aber die Einrichtungen sind schon etwas in die Jahre gekommen, auch das Restaurant. Ich hatte eine Pizza, die war ganz okay. Ich hoffe, es gibt in Schweden noch bessere!
13. Juli 2026 Hyltebruk, Camping
Am Morgen hat es von 4 bis 9 Uhr noch geregnet, deshalb bin ich erst los, als es wieder aufgehört hat. Bis zum späten Nachmittag war es bewölkt.
Als ich am Campingplatz ankam, hatte das Restaurant natürlich schon geschlossen, aber ich hatte vorher noch eingekauft!
Der Campingplatz am See war echt schön. Ich bin deshalb auch schon früh ins Zelt gegangen, weil es erst um 23 Uhr dunkel wird.
12. Juli 2026 Båstad, Schweden, Camping
Nach der kurzen Überfahrt mit der Fähre nach Helsingborg geht's immer Richtung Norden weiter.
Die ersten Kilometer ging es meistens flach weiter. Die letzten Kilometer ging es etwas über die Berge. Es gilt immer das Motto: wo es hinauf geht, gehts auch wieder runter!
Die Radwege in Schweden sind echt super.
Durch Dänemark
12. Juli 2026 Helsingør, Dänemark
Nach nur ein paar Tagen verlasse ich Dänemark wieder. Mit der Fähre geht es nach Helsingborg in Schweden.
11. Juli 2026 Kopenhagen, Camping
Weil ich mich ja immer weiter gen Norden bewege, werden die Nächte etwas kürzer. Ich bin heute Morgen auch schon früh aus den Federn gestiegen und habe mir im Garten an der Sonne mein Frühstück zubereitet. Natürlich habe ich auch schon die Zeitung gelesen, um immer auf dem Laufenden zu sein.
Mein heutiges Ziel war Kopenhagen und ein Campingplatz ausserhalb der Stadt auf dem Carlottenlund Fort Camping.
Als ich in die Stadt fuhr, sah ich überall sehr viele Leute. Da musste auch ich mit dem Fahrrad durch die vielen Menschen laufen. Es macht einfach keinen Spass, sich dort allzu lange aufzuhalten.
10. Juli 2026 Naestved, Hostel
Als ich in die Fähre gefahren bin, hatte sie gleich schon abgelegt. Die Fahrt hat 45 Minuten gedauert.
Ich war schon gespannt, wie echt die Fahrradwege im Fahrradland Dänemark sein würden.
Direkt ging es auf einen richtig langen Naturradweg, der auf beiden Seiten von Büschen gesäumt war. Ich fand die Radwege echt super, auf denen ich meine Tagestour gefahren bin.
Ich traf auch schon die ersten Nordlandfahrer. Es waren viele Bike-Backer unterwegs.
Weil ich mit dem Vorderradreifen Probleme hatte, hab ich nach einer Unterkunft in der Nähe gesucht, um den Fahrradschlauch auszuwechseln. Ich bin dann in einem Hostel gelandet. Es waren noch andere Biker dort und wir hatten bis spät noch interessante Gespräche.
Weil Deutschland in Sachen Internet eher ein Entwicklungsland ist, kann es manchmal vorkommen, dass Fotos nicht hochgeladen werden können.🤔
10. Juli 2026 Puttgarden, Fähre nach Dänemark
Noch die paar Kilometer bis Puttgarden fahren! Und die Fahrradtour duch Deutschland ist Geschichte. Von Puttgarden geht es weiter mit der Fähre nach Dänemark.
9. Juli 2026 Landkirchen auf Insel Fehmarn, Hostel
Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich eventuell ein paar Tage an der Ostsee verbringen würde. Auf den Campingplätzen gibt es aber keine Bereiche nur für Zelte. Ich bin dann bis zur Insel Fehmarn gefahren und habe versucht, auf einem Campingplatz dort mein Glück zu versuchen. Die haben mir dann gesagt, dass ich für mein Zelt und mein Fahrrad 70 Euro zahlen müsste. Ich habe dankend abgelehnt und mir eine Unterkunft gesucht, die ich für 15 Euro mehr bekommen habe. Ich musste also kein Zelt aufbauen. Meine Unterkunft ist aber ok, es ist ein gutes Zimmer, aber nur mit einem Lichtschacht als Tageslicht!
Fehmarn ist als Urlaubsziel sehr beliebt und auf den schmalen Fahrradwegen sind ständig viele andere Radfahrer unterwegs. Es ist deshalb nicht so toll, dort lange zu bleiben.
Ich werde die letzte Nacht in Deutschland verbringen, bevor es weiter nach Dänemark geht. Die Tour durch Deutschland war echt super. Was ich nicht so gut finde, sind die vielen schlechten Fahrradwege, in den touristischen Gebieten waren die Wege ok.
8. Juli 2026 Grömitz, Lensterstrand Camping
Nachdem ich ausgiebig gefrühstückt hatte, wollte ich das Frühstück bezahlen. Der Hotelmitarbeiter sagte, das sei in Ordnung, sie sind heuteunserGast! Das war ein echt schöner Start in den Tag!
Meine Tour ging zuerst nach Scharbeutz an der Ostsee. Weiter ging es nach Grömitz. Ich dachte, ich könnte an der Ostsee lang fahren, aber da gibt's keine Radwege. Überall habe ich viele Radfahrer mit ihren Hochlenkenden E-Bikes gesehen, die manchmal unsicher unterwegs waren.
7. Juli 2026 Lübeck, Hotel
Heute Morgen hat es gleich zu Beginn wieder angefangen zu regnen, aber nur kurz. Auf dem Weg nach Lübeck hat es dann leider angefangen zu regnen.
Der grösste Teil der Strecke führte am Elbe-Lübeck-Kanal entlang. Bei Sonnenschein wären hier sicher viele Radfahrer unterwegs gewesen, heute waren nur einzelne zu sehen.
Lübeck in sicht
6. Juli 2026 Lüneburg, Hotel
Weil es am Morgen in Uelzen noch geregnet hatte, bin ich wieder etwas später losgefahren. Ich habe auch gecheckt, ob ich mit dem Zug nach Lüneburg fahren kann. Aber im Moment gibt's keine Direktverbindung, und man kann auch keine Fahrräder mitnehmen, weil die Verbindung mit Bussen stattfindet. Ich bin trotz Regenvorhersage mit dem Fahrrad nach Lüneburg gefahren. Die letzten 20 Kilometer hat es geschüttet, aber zum Glück war es nicht allzu kalt. Als ich in Lüneburg ankam, war ich komplett durchnässt.
5. Juli 2026 Uelzen, Hotel
Nach einem leckeren Frühstück im Hotelzimmer – das Essen wurde nämlich im Zimmer serviert, da der Frühstücksraum gerade renoviert wird – ging es weiter. Ich habe auch keine Eile, da es noch regnet und ich heute eventuell mit dem Zug weiterreise. Nachdem ich das Gepäck aufs Fahrrad geladen hatte, hörte der Regen auf und die Sonne kam raus. Ich habe mich entschieden, die Strecke nach Uelzen mit dem Fahrrad zurückzulegen.
Die Tour von Gifhorn nach Uelzen führte etwas über 30 Kilometer dem Elbe-Seitenkanal entlang. Ich bin an der Uelzen-Schleuse vorbeigekommen. Die hat mich schon beeindruckt, denn die Schiffe müssen da eine Höhe von 23 Metern überwinden.
Bevor ich in Uelzen im Hotel war, habe ich noch eine leckere Eiscreme gegessen.
4. Juli 2026 Gifhorn, Hotel Pausentag
Am Velofreientag machte ich einen Streifzug durch Gifhorn und besuchen dabei das Mühlenmuseum und die Russische Holzkirche, die heute auch ein Museum ist. Weiter am Mühlensee und am Schlossee entlang zum Schloss.
3. Juli 2026 Gifhorn, Hotel
Jeden Morgen freue ich mich schon auf den Kaffeehalt an der Bäckerei. Es gibt frische Brötchen und Kaffee.
Damit wir auch morgen Brot und Energie haben!
Schon zu Beginn der Radtour war es windig. Die Temperaturen waren ziemlich niedrig, sodass keine schweisstreibende Fahrt gab. Das Regenwetter zog immer etwas vor mir her, so dass ich kein Regen abbekommen hatte.
Braunschweig
In Gifhorn werde ich einen Pausentag einlegen, da es ein schöner Ort ist und auch einiges zu entdecken gibt. Ausserdem findet an diesem Wochenende in der Stadt ein Weinfest statt.
2. Juli 2026 Seesen, Camping
Von Göttingen nach Seesen war es auch wieder nicht allzu weit, aber die Wege waren mit vielen Schlaglöchern versehen. Am Morgen war es noch richtig warm, aber am Nachmittag kam dann doch ein starker Gegenwind auf, der die Fahrt etwas verlangsamt hat. Zum Glück hat es am Abend nur ein bisschen geregnet.
1. Juli 2026 Göttingen, Hotel
Die heutige Tour ging nur bis Göttingen. Ich startete in Kassel und radelte erst mal durch die Stadt und weiter auf dem Fuldaradweg. Die ersten 20 Kilometer an der Fulda entlang waren echt easy, weil der Weg bis Hann. Münden top in Schuss ist. An der Stelle war der Radweg nicht mehr befahrbar. Ich musste durch den Ort fahren, durch die ganzen Baustellen. Die Baustellen sind da wohl schon seit Jahren. Manchmal denke ich schon, wie wird es wohl weitergehen, oder ist das einfach die Unfähigkeit der örtlichen Politik?
Das Wetter wurde wieder etwas wärmer und bei den vielen auf und abs kam ich wieder ins Schwitzen.
In Göttingen gin ich gleich in die City und schlenderte mit dem Velo durch die Strassen der Altstadt. In einem Strassencaffee schaute ich dem Treiben der Touristen zu, welche sehr zahlreich in der Stadt waren.
Am Abend fand in der Altstadt von Göttingen ein Stadtlauf statt. Da musste ich mich durch die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Stadt bewegen.
30. Juni 2026 Kassel, Hotel
Ich bin gestern von der Route abgekommen, 20 Kilometer sind es geworden. Heute Morgen musste ich die 20 Kilometer zurück nach Gießen fahren. Heute mussten ich viele Kilometer zurücklegen, und zwar bis Kassel. Das GPS zeigte 142 km an. Die Temperaturen waren heute etwas niedriger und ich hatte immer etwas Gegenwind, was zwar mehr Power bedeutet, aber auch für Kühlung sorgt.
Marburg
Die Strasen und Radwege in Hessen sind teilweise in einem schlechten Zustand! Mit dem Fahrrad ist es manchmal echt mühsam, weil es so viele Schlaglöcher und kaputte Stellen gibt.
Eder
29. Juni 2026 Wetzlar, Camping
Weil es am Morgen noch geregnet hat, bin ich etwas später gestartet. Ich fahre eigentlich immer nach GPS, aber nach ein paar Kilometern im Wald kam die Aufforderung, nach rechts abzubiegen, obwohl da gar kein Weg war! Ich weiss, dass man sich nicht immer drauf verlassen kann. Nach einer Stunde war ich wieder in Laubach.
28. Juni 2026 Laubach
Die heutige Tour war mit etwa 100 Kilometern etwas länger, weil ich die Nacht in einem Hotel verbringen möchte. In der Nacht wird nämlich Regen erwartet.
Als ich am Morgen Richtung Frankfurt gefahren bin, dachte ich mir schon, dass etwas nicht stimmt. Viele Strassen waren gesperrt und viele Leute waren zu Fuss unterwegs.
Als ich dann dem Main entlangfuhr, sah ich an der Absperrung, was heute hier stattfindet. Hier findet der "Ironman Frankfurt" statt.
Bei Bad Vilbel sind mir viele Fahrradfahrer vom Ironman entgegen gekommen.
Weil ich so früh gestartet bin, dauerte es eine Weile, bis ich ein geöffnetes Lokal für einen Morgenkaffee gefunden habe. Dort habe ich nette Leute getroffen, die sich nach meiner Radtour erkundigt haben. Wir hatten noch interessante Gespräche.
In Laubach traf ich beim Abendessen zwei Motorradfahrer, die auch auf Reisen sind und gerade Urlaub machen! Wir haben uns bis zum Ende im Wirtshaus angeregt unterhalten. So ging ein interessanter Abend zu Ende.
27. Juni 2026 Campingplatz Am Steinrodsee, Gräfenhausen
Vom Campingplatz aus ging's wieder zurück nach Heidelberg und dann weiter nach Darmstadt. Den Weg durch die Dörfer zu finden, war manchmal schwierig, sich in den Gassen zurechtzufinden war nicht so einfach.
Ein paar Kilometer vor Darmstadt ging es im Wald, wo es schattig war, aber auch ziemlich heiss.
Die Temperatur war von Mittag bis Abend auf 42 °C gestiegen. Ich war echt froh, als ich am Campingplatz ankam und eine kalte Dusche hatte.
An einem Supermarkt unterwegs wurden die Kunden ermuntert, im Eingang das bereitstehende Wasser zu trinken. Ausserdem wurden sie aufgefordert, den älteren Leuten beim Einpacken zu helfen. Ich gehöre ja auch zu dieser Kategorie. Ich schaute ob vielleicht jemand mir beim Weiterfahren helfen kann🤣.
Die Flieger sind ohne Unterlass über den Campingplatz geflogen. Die beiden Zeltnachbarn haben die ganze Nacht über für richtig Lärm gesorgt. Das war störender!
26. Juni 2026 Camping Heidelberg
Auch heute war es eine eher kurze Tour. Unterwegs bin ich Georg begegnet. Ich habe mich gerade nach der Route orientiert und er hat mich gefragt, wohin es gehen soll. Wir sind dann zusammen bis Wiesloch gefahren, das sind ungefähr 20 Kilometer. Wir hatten auf dem Weg ein gutes Gespräch. Es ist echt immer wieder schön, solche Leute zu treffen.
Steinhauer-Museum Mülbach
Neckar
In Heidelberg angekommen und bei 40 °C habe ich mir noch einen Spaziergang durch die Altstadt gegönnt.
Auf dem Campingplatz traf ich Jürg aus NL. Er macht auch eine längere Fahrradtour und will als Krönung über die Schweizeralpen fahren, bevor er Mitte Juli nach NL fährt, wo er dann seinen 75. Geburtstag feiert.
25. Juni 2026 Stromberg Camping
Weil Calw ziemlich hügelig ist und ich mich mit GPS für Fahrrad orientiert habe, bin ich nach einigen Höhenmetern an einer langen Treppe gelandet. Mit meinem Gepäck konnte ich die Treppe leider nicht hochsteigen. Schon wieder mussten ein paar zusätzliche Kilometer zurückgelegt werden.
Im Schatten der Nagold entlang
Weil der Kettenwechsler am Fahrrad bei einigen Gängen nicht richtig funktioniert hat, bin ich in Pforzheim direkt in einen Fahrradladen gegangen, um ihn richtig einzustellen. Das Schalten hat wieder Spass gemacht!
Bei 38 °C war es echt eine Wohltat, am Campingplatz mit Schwimmbad und kühler Dusche anzukommen. Ich habe eine Weile unter der kalten Dusche gestanden.
24. Juni 2026 Calw Campingplatz
Bei brütender Hitze radelte ich wieder durch die Landschaft und an vielen grossen Getreidefeldern entlang. Die meisten Dörfer sind wie ausgestorben und es gibt keine Restaurants, in denen man eine Erfrischung bekommt. In Herrenberg gab's endlich erfrischende Eiscreme 🍨 am Schatten.
Ich dachte, ich fahre auf einem Radweg, aber dann gings durchs Wiesland weiter!
Haigerloch
23. Juni 2026 Schömberg, Camping am Stausee
Ich bin heute nur bis Schömberg gekommen. Es war sehr heiss und es sollte auch bald regnen. Deshalb habe ich mein Zelt auf dem Campingplatz am Stausee aufgestellt.
Danach bin ich zum Stausee, um noch ein erfrischendes Schwimmen zu geniessen. Als ich aus dem Wasser kam, fing es an zu regnen. Es goss kurz heftig. Nach einer Stunde kam die Sonne schon wieder raus 🌞.
22. Juni 2026 Radler-Zeltplatz Donauversikerung Immendingen
Nachdem ich mein Bike eingepackt hatte, ging es von Frauenfeld nach Stein am Rhein los. In Stein am Rhein habe ich einen Kaffeehalt gemacht und ein Paar aus der Nähe von Win getroffen. Sie waren gerade auf einer Seeumrundung unterwegs und haben mich zum Kaffee eingeladen.
Weiter ging es mit ein paar Auf- und Abfahrten bis zum Radler-Zeltplatz Donauversickerung. Ich war echt überrascht, dass es beim Platz auch eine Kooskwirtschaft gibt. Ich habe mich also zu einem älteren Mann an den Tisch gesetzt, und eine Cola getrunken. Wir haben uns angeregt unterhalten. Er hat von seinen Bergtouren in den Schweizer Alpen erzählt, die er mit noch 85 Jahren unternommen hat. Jetzt ist er 93 Jahre alt und fährt noch grosse Strecken mit seinem E-Bike.
Ein weiterer 93-jähriger Mann war mit seiner Familie hier und hat mich zu sich gewunken. Er wollte wissen, wo ich mit dem Fahrrad hin will.
Wenn ich so zufriedene Leute treffe, die fast 20 Jahre älter sind als ich, macht mich das für die Zukunft zuversichtlich.